/// FAQ


/// Wer bezahlt die amtliche Kosten

Alle amtlichen Kosten werden von AIS vorausbezahlt und dem Debitor weiterverrechnet. Sollten wir einen Verlustschein erhalten oder bei Rückzug des Mandates durch den Gläubiger, verrechnen wir Ihnen diese amtlichen Kosten weiter.


/// Wann verjährt meine Forderung

1 Jahr Allgemeine Schadenersatzansprüche Mängel bei Kaufsachen und Reparaturen

2 Jahre Schadenersatzanspruch aus Motorfahrzeug- und Velounfällen Schadenersatzansprüche an Versicherungen

5 Jahre Mängel bei Kauf und Umbau von Immobilien Miet-, Pacht- und Kapitalzinsen,
Versicherungsprämien, Abonnemente, Telefonrechnungen, Renten, Unterhaltsbeiträge, Handwerkerrechnungen,
Waren des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, Honorare für Anwältinnen, Ärzte, Therapeutinnen, Notare, Arbeitslohn,
Rechtskräftig festgesetzte Steuern

10 Jahre Darlehen

20 Jahre Verlustscheine ab 1997. Verlustscheine vor 1997 verjähren 2017


/// Wo und wie erhalte ich eine Betreibungsauskunft?

Eine Betreibungsauskunft kann aus Datenschutzgründen nicht telefonisch erteilt werden, weil die Berechtigung an der Auskunft nicht überprüft werden kann. Vielmehr muss der Betreibungsauszug persönlich oder mittels schriftlichen Gesuchs beim zuständigen Betreibungsamt am Wohnort des Schuldners(Amtsverzeichnis) angefordert werden. Die Auskunft ist kostenpflichtig. Die Kosten für einen Auszug belaufen sich auf Fr. 17.00 – Fr. 30.00. Ein Interessennachweis ist durch Verträge, Offerten, Bestellscheine und dergleichen zu erbringen.


/// Worüber gibt der Betreibungsregisterauszug Auskunft?

Grundsätzlich gibt der Betreibungsregisterauszug über einen Zeitraum von fünf Jahren (wovon drei Jahre im Detail) Auskunft über:
laufende Betreibungen, nicht weiterverfolgte Betreibungen, Betreibungen mit Verlust und Verlustscheine


/// Was kostet ein Betreibungsverfahren

Die Kosten für den Zahlungsbefehl richten sich grundsätzlich nach der Höhe der Forderung.

Forderung bis 100.00 Fr. 20.00 Fr.
Forderung bis 500.00 Fr. 33.00 Fr.
Forderung bis 1’000.00 Fr. 53.00 Fr.
Forderung bis 10’000.00 Fr. 73.00 Fr.
Forderung bis 100’000.00 Fr. 103.00 Fr.
Forderung bis 1’000’000.00 Fr. 203.00 Fr.

Dazu kommen eventuelle Zustellversuche hinzu oder eine Suche durch die Polizei, falls der Schuldner am Wohnort nicht auffindbar ist und sich nicht beim Betreibungsamt meldet. Die Gebühren variieren zwischen Fr. 7.00 und Fr. 24.00 pro Zustellversuch.


/// Was kostet eine Pfändung

Forderungshöhe
bis 100.00 Fr. 13.00 Fr.
über 100.00 Fr. bis 500.00 Fr 28.00 Fr.
über 500.00 Fr. bis 1’000.00 Fr 48.00 Fr.
über 1’000.00 Fr. bis 10’000.00 Fr 68.00 Fr.
über 10’000.00 Fr. bis 100’000.00 Fr 93.00 Fr.
über 100’000.00 Fr. bis 1’000’000.00 Fr 193.00 Fr.

Erfordert der Vollzug der Pfändung mehr als eine Stunde, so erhöht sich die Gebühr um 40 Franken für jede weitere halbe Stunde.


/// Was kostet ein Gerichtsverfahren

Die Kosten für ein Gerichtsverfahren um einen Rechtsvorschlag zu beseitigen sind von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Es ist mit Fr. 100.00 bis Fr. 500.00 zu rechnen.


/// Wer geht an die Gerichtsverhandlungen

Falls Sie im Besitze eines vom Debitor unterschriebenen Dokumentes sind, worauf der geschuldete Betrag ersichtlich ist (Auftragsbestätigung, Lieferschein, Beleg usw.) beantragen wir eine Rechtsöffnung für Sie. Das Gericht kann aufgrund der eingereichten Unterlagen ein Urteil fällen. Ihr persönliches Erscheinen ist nicht erforderlich.
Sollten Sie kein solches Dokument besitzen, beantragen wir einen Schlichtungsversuch beim zuständigen Friedensrichter. Gläubiger und Schuldner müssen an die Verhandlung persönlich erscheinen oder können sich durch eine bevollmächtigte Person vertreten lassen.


/// Ab welche Forderungshöhe lohnt sich ein Verfahren

Wir empfehlen alle Rechnungen vorrechtlich zu mahnen, unabhängig von der Höhe der Forderung. Ob Sie dann die rechtlichen Schritte einleiten wollen, können Sie anhand unserer kostenlosen Bonitätsprüfung bequem entscheiden.
Wir behandeln alle Inkassomandate gleich, egal ob die Forderung hoch oder gering ist.


/// Wie lange dauert ein Betreibungs- oder Konkursverfahren

Die Zustellung des Zahlungsbefehls erfolgt in der Regel innert 10 bis 90 Tage. Bei einigen Betreibungsämtern wir z.B. Genf kann es bis zu
180 Tage dauern.
Die Pfändungsurkunde erhalten wir innert 10 bis 60 Tage. Die Pfändung dauert 1 Jahr. Erhalten wir vom Betreibungsamt einen Verlustschein mit Ergebnis „Teilzahlung“ verlängern wir die Pfändung um ein weiteres Jahr.Beim Gerichtsverfahren muss für die Vorladung bis zur Ausstellung des Urteils mit 30 bis 90 Tage gerechnet werden.


/// Nicht pfandgesicherte Forderungen

1. Klasse Rückstehende Lohnforderungen für ein halbes Jahr Guthaben von Personalvorsorgeeinrichtungen (Pensionskassen) Familienrechtliche Unterhalts- und Unterstützungsansprüche (Alimentenforderungen) Ansprüche aus BVG und Unfallversicherung

2. Klasse
Kindesvermögen, das kraft elterlicher Gewalt dem konkursiten Schuldner anvertraut war Restliche Sozialversicherungsbeiträge (AHV, IV, ALV etc.) Bei Konkurs einer Bank: Bis 30 000 CHF Bankguthaben auf allen Einlagen, die auf seinen Namen lauten, sowie Kassenobligationen. Eine Ausnahme bildet das Metallkonto, welches der 3. Klasse zugeordnet wird.

3. Klasse Alle übrigen Forderungen wie z. B. Forderungen aus Warenlieferungen, Handwerkerrechnungen,Steuern, gewöhnliche Darlehen, Obligationenguthaben Nachrangige Forderungen Nachrangige Forderungen (z. B. nachrangige Obligationen und Darlehen) bilden gewissermassen eine Art vierte Konkursklasse. Diese Gläubiger treten vertraglich hinter die Gläubiger der 3. Klasse zurück (Rangrücktritt) und werden erst nach Befriedigung aller vorhergehenden Klassen befriedigt.


/// Was passiert bei Insolvenz des Debitors

Das Betreibungsamt stellt einen Verlustschein aus. Dieser ist 20 Jahre gültig. Wir behalten eine Kopie des Verlustscheins bei uns und schreiben die Debitoren nach ca. 1 Jahr erneut an. Sollte der Debitor keinen Zahlungsvorschlag unterbreiten, prüfen wir erneut die Bonität und leiten bei positiven Voraussichten nochmals eine Betreibung ein. Alle amtlichen Kosten übernehmen wir.


/// Vertretung vor Gericht

Bei einfachen Streitfälle wie z.B. Ware geliefert oder Dienstleistung erbracht und Rechnung nicht bezahlt, können Sie sich durch uns vertreten lassen. Sie erhalten einen Kostenvoranschlag.
Bei komplizierten Streitfällen haben wir verschiedene Anwaltspartner, welche Sie gerne unterstützen.




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